Aktuelles
Aktuelles und Termine
- Besichtigung der Eschweger
Klosterbrauerei(Mitglied in der GfNM), Termin steht noch aus
- Nächste Vorstandssitzung findet am 27.
Februar um 18:15 Uhr im Gasthaus Krone in Wabern statt
- Jahreshauptversammlung
der GfNM am 12. Mai, 14:30 Uhr im Gasthaus Hahn in Metze
- Der 13. Mundarttag fand am 23.10.2011 im
Kulturhaus Bad Zwesten statt
- HNA-Aktion "Rettet unsere Mundarten" ist
abgeschlossen
50 von 2000 Leservorschlägen schafften es auf die Mundartliste.
Von mehr als 2000 bei der Gesellschaft für Nordhessissche Mundarten
(GNM) und den Redaktionen unserer Zeitung von Dezember 2009 bis Juli
2010 eingegangenen Mundartwörtern sind nun endgültig 50 ausgewählt
worden, für deren Überleben im täglichen Sprachgebrauch sich die GNM
besonders einsetzen will.
Die Mundartgesellschaft wünscht sich, dass viele Menschen in der Region
die Begriffe bei Warenauszeichnungnen, auf Anzeigetafeln, Speisekarten,
Ausschilderungen und dergleichen in der jeweiligen örtlichen
Sprechweise verwenden.
Zunächst waren 342 von über 2000 Begriffen, die Leser unserer Zeitung
zur Verfügung stellten, im GNM-Vorstand in die engere Wahl gezogen
worden.
„Um die Anzahl überschaubar und vermittelbar zu halten, sind
schließlich 50 Begriffe nach ausgiebigen Diskussionen für die Rote
Liste ausgewählt worden“, erklärte Roland Siebert, Vorsitzender der GNM.
Es gehe um Wörter und Begriffe, die im nordhessischen Sprachgebrauch
noch allgemeine Bedeutung haben.
Siebert: „Sie sollen nicht verloren gehen, weil sie das Gedächtnis und
die Identität der nordhessischen Dörfer und Städte ausmachen. Es geht
nicht um spaßige oder exotische Bezeichnungen und Wendungen, um die
Menschen im Nordhessenland zu belustigen. Es geht um eine ernste
Bestandsaufnahme.“
(HNA vom 31.05.11)
Die Zusammenstellung der 50 ausgewählten Begriffe und Wörter auf der
Roten Liste finden sie hier
- Audio/Video
Ein Video vom Auftritt der Rotkehlen auf dem Mundarttag 2010 in Bad
Zwesten finden sie hier
- Neue MAK Leseprobe
Eine Leseprobe der Mundart-Kurier Ausgabe 20 finden sie hier
- Pressemitteilung
Rote Liste zum nordhessischen Wortschatz
Die Gesellschaft für nordhessische Mundarten erarbeitet, in
Zusammenarbeit mit den regionalen Tageszeitungen, eine Liste zum
bedrohten nordhessischen Wortschatz. Dabei geht es nicht um explizit
Mundartliches, sondern vor allem um sprachliche Regionalismen, die
früher bei uns allgemein gebräuchlich waren, die aber zunehmend durch
standardsprachliche Begriffe ersetzt werden.
Im Gegensatz zu Nordhessen halten andere deutsche Regionen
selbstbewusst an ihrem heimatlichen Wortschatz fest. So sind
beispielsweise in Bayern die „Semmeln“, in Hamburg die „Rundstücke“ und
in Berlin die „Schrippen“ höchst lebendige Bezeichnungen neben den
hochsprachlichen „Brötchen“. Sie vermitteln Regional- bzw.
Lokalkolorit. In Nordhessen wird der einheimische Begriff „Wecke“ ohne
plausiblen Grund gemieden.
Die GNM will mit ihrer Liste den überlieferten regionalen Wortschatz
wieder ins Bewußtsein der Menschen rücken. Dabei könnten z. B. Begriffe
der Speisekarten und der Warenauszeichnungen einen wichtigen Beitrag
leisten. Neben „Wecke“ kommen da u. a. in Frage: „Kreppel“ statt
„Berliner“, „Schmand“ statt „Rahm“, „Spanschlauch“ statt „Porree“,
„Kespern“ statt „Kirschen“, „Lat(ti)ch“ statt „Kopfsalat“ oder
„Nüsschen“ statt „Feldsalat“.
Es geht der GNM keineswegs um den Ersatz der standardsprachlichen
Bezeichnungen, sondern darum, parallel dazu die heimischen als Zeichen
regionaler Identität beizubehalten.
Anregungen jeder Art sind willkommen und können an folgende Adresse
geschickt werden:
anfrage@nordhessische-mundarten.de